Buenos Aires und das Tigre Delta

... Abschied von Argentinien.

26.06.2010-03.07.2010



Letzte Chance auf Urlaub in Argentinien (zumindest in 2010)! Schnell haben wir noch unsere gesammelten LAN-Kilometer eingelöst und damit 3 Sitzplätze nach Buenos Aires erworben. Am Samstag geht es los, pünktlich stehen wir in Santiago in der Schlange zum einchecken und wundern uns, dass es ewig nicht weiter geht. Bis wir erfahren, dass unser Flug gestrichen wurde und wir erst 3 Stunden später fliegen dürfen. Wir nehmen es gelassen und lassen Clara im Warteraum noch etwas flitzen. Dummerweise können wir aber den Taxifahrer, der uns abholen soll, nicht erreichen, da die Hotelbesitzerin in der Schweiz weilt und wir keine Kontakttelefonnummer haben. Dummerweise deshalb, weil der Taxista auch den Hotelschlüssel mitbringen wollte, da wir die einzigen Gäste und das Hotel eigentlich "zu" ist. Zu allem Überfluss landen wir nun nicht am internationalen, sondern am nationalen Flughafen, mitten in der Stadt. Die Chance, dass er uns dort findet, ist eher gering.


Endlich am Aeroparque angekommen, werden wir bei ungewohntem Nieselregen mitten auf dem Rollfeld ausgespuckt. Nachdem wir auf dem einem chaotischen Bahnhof gleichenden Flugfeld unsere Gepäckstücke auf und neben dem Band aufgelesen haben und an der Immigration endlich genügend Einreiseformulare organisiert wurden, stehen wir draussen - natürlich ohne den Taxista. Wir buchen ein anderes (wartende Taxen vor dem Flughafen gibt es nicht, sie müssen erst bestellt werden), das uns wenig später am Hotel rauslässt. Ein bisschen dubios ist diese Gegend in San Telmo schon... alte Häuser, kaum Leute, dunkel, suspekte Typen auf der anderen Strassenseite, und wir mit 7 Gepäckstücken, Clara und ohne Schlüssel. Der Taxifahrer wartet vorsichtshalber mit uns. Doch oh Wunder: die Tür geht auf und alles wird gut.


Drinnen ist von der gewollt belassenen äusseren Schäbigkeit überhaupt nichts mehr zu merken: wir befinden uns in einem grossen Stadthaus mit drei Patios, typisch für wohlhabende Bürger Ende des 19. Jahrhunderts, und es ist bemerkenswert schön restauriert. Wir bekommen ein riesiges Zimmer mit Küche und Bad zwischen zwei begrünten Innenhöfen, mit fast 5 Meter hohen Decken. Nur die Haushüterin, ebenfalls Schweizerin, wohnt hier momentan, sowie im letzten Patio ein Herr mit Hund.
 

Da es mittlerweile Mitternacht ist, gehen wir nach einem Tee ins Bett. Clara schläft dank einer dicken Erkältung nicht gut in ihrem Reisebett. Erst zwischen uns geht es etwas besser, so bekommen wir alle noch etwas Schlaf.


Am nächsten Morgen gehen wir im Café Poesía um die Ecke frühstücken und schauen auf der WM-Grossleinwand den Engländern beim verlieren zu. Auf der Empore jubeln eine Handvoll deutscher Fans, während vor uns ein zunehmend stillerer Engländer der Niederlage entgegen blickt. Welch gelungener Start in den Tag!


Wir kennen Buenos Aires ein wenig von einem kurzen Aufenthalt in 2004, und wollen uns diesmal auf zielloses, untouristisches Bummeln und Erholen beschränken. Das Wetter kommt uns dabei heute sehr entgegen: es nieselt und ist fast schon winterlich kalt. So gehen wir nach einem langen Frühstück nur noch schnell einen Geldautomaten suchen, im Lädchen gegenüber für das Mittagessen einkaufen, und dann zurück ins stille Hotel, wo wir ausgiebig lesen, Tee trinken und faulenzen, während Clara zufrieden das Zimmer erkundet und mit uns zusammen Mittagschlaf hält. Nur der Jubel der Argentinier beim Spiel gegen Mexico stört für kurze Zeit die Ruhe. Gegen Abend hört es auf zu regnen und wir kehren im Restaurant um die Ecke auf ein paar gegrillte Leckereien ein. Clara sitzt stolz zum ersten Mal im Kinderstuhl am Tisch, hält Hof für Kellner und Tischnachbarn und sich selbst an einem Stück Weissbrot fest. Als wir gehen, da sie irgendwann doch ins Bett muss, kommen die ersten Einheimischen gerade erst zum Essen. 


Dank der Zeitverschiebung schläft Clara bis halb 10, da stehen wir schon fertig und ungeduldig an der Haustür. Nach einem Frühstück im Poesía starten wir tatendurstig in den Tag. Heute ist es kalt, aber die Sonne scheint vom blauen Himmel. Wir marschieren zur Plaza de Mayo und besorgen uns einen Stadtplan. Dann geht es quer durch das Zentrum in Richtung El Ateneo, einem riesigen Buchladen in einer ehemaligen Oper. Auf dem Weg bummeln wir durch die Läden und werden gleich in einem Kinderladen fündig. Irgendwie kommt uns Buenos Aires diesmal viel kleiner vor als damals. Santiago hat unsere Perspektive wohl etwas verändert. Wir gehen ganz untouristisch vor und machen noch nicht einmal Fotos vom Obelisken oder der Casa Rosada. Statt dessen finden wir in den Parks die berühmten Hundeausführer und ihre Rudel. Im Ateneo darf ich stöbern und Markus lässt Clara Papierkügelchen apportieren.


Zurück geht es über die Avenida Corrientes, wo wir im Firmensitz von Teradata ein Ladekabel für unseren Laptop ausleihen. Auf der Strasse trifft Markus noch einen Kollegen mitten im Gewühl. Auf dem Rückweg bleiben wir immer wieder an den Fenstern der Cafés und Bars stehen, um einen Blick auf das Chile-Brasilien Spiel zu werfen. 


Zurück im Hotel darf Clara eine Weile flitzen, dann gehen wir ins "La Brigada", eine Edel-Parrilla ein paar Strassen weiter, in der nach den vielen signierten Shirts zu urteilen wohl Maradona & Co. verkehren. Clara wird vom Kellner mit einem blütenweissen Tischtuch an den Kinderstuhl gebunden, was ihr aber nicht lange gefällt. Wir verkosten diverse gegrillte Leckereien, ganz argentinisch nur Fleisch ohne nennenswerte Beilagen. Clara hält auch noch während des Desserts durch, ist aber zurück im Hotel ziemlich uneinsichtig, was die Nachtruhe angeht und wir müssen sie mit einem Eifelkrimi in den Schlaf lesen. 


Heute wollen wir ausschliesslich San Telmo erkunden, den ältesten Teil von Buenos Aires. Wir laufen systematisch die wie immer im Schachbrettmuster angelegten Strassen ab, und finden kleine Lädchen, Plazas, den alten Mercado de San Telmo, nette Cafés und schön restaurierte historische Gebäude, die man grösstenteils besichtigen kann.
Zum Mittagessen kehren wir im ehemaligen Haus eines Malers ein, das nun als kleines Restaurant fungiert. Hier spielen gerade Japan gegen Paraguay und wir bleiben bis zum spannenden Elfmeterschiessen. Am Nachmittag haben wir eine Tour in "Zanjón den Granados" gebucht, einem alten restaurierten Stadtpalais und Unesco Weltkulturerbe, unter dem 1985 vom neuen Besitzer rein zufällig Reste des Tunnelsystems gefunden wurden, in das nach der Gelbfieberepidemie die Wasserläufe der Stadt umgeleitet wurden. Die Führerin ist Historikerin und hat viel spannendes zur Geschichte der Stadt und Argentinien im Allgemeines zu erzählen.


Anschliessend laufen wir quer durch San Telmo zu einem Kinderspielzeugladen, der Holzspielzeug "hecho en Argentina" verkauft und Clara findet sich im Schlaraffenland wieder. Prompt verliebt sie sich in einen Stoffvogel und wir schleppen volle Tüten zurück zum Hotel.


Eigentlich wäre es nun Zeit für unsere gebuchte Tangostunde. Nach einem Blick auf den Stadtplan ist die aber 18 Blocks entfernt und wir müssen noch stillen und kurz die Füsse hochlegen. Schweren Herzens (ich) und erleichtert (Markus) verzichten wir schliesslich auf die lang geplante Einweisung in die Tangokunst. Einerseits sind wir froh, heute nicht mehr laufen zu müssen (ausser zum Essen) und andererseits ist Clara auch nicht mehr ganz in der Stimmung für eine solche Abendgestaltung, sie will lieber endlich krabbeln.


Das tut sie so ausgiebig, dass sie zwei Stunden später auf dem Weg zum Restaurant schon in der Trage einschläft. Also kehren wir um, besorgen in der Panadería um die Ecke eine Auswahl an ofenwarmen Empanadas und verbringen damit den Abend gemütlich auf dem Zimmer. Eine Stunde später sind die Vorräte erschöpft, sodass Markus nochmal losrennt und durch das Gitter des eigentlich gerade geschlossenen Ladens netterweise noch eine Ladung erhält.


Am nächsten Morgen ist schon Weiterreise angesagt. Die drei Tage vergingen wie im Flug, auch ohne straffes Programm. Nach einem kurzen Frühstück (heute zur Abwechslung ohne Fussball) finden wir sogar einen funktionierenden Geldautomaten und stocken vorsichtshalber die Geldvorräte auf, denn wir fahren "in die Provinz". Beim Packen rächt sich bereits der Einkauf von Holzspielzeug und mehreren Büchern gewaltig. Wir nehmen ein Taxi zum Bahnhof Retiro und schultern dann das Gepäck, 3 grosse Taschen pro Person, inklusive Clara in der Trage. Ich kaufe unsere Fahrkarten und kann nicht glauben, dass wir zusammen für eine Stunde Zugfahrt nur knapp 80 Cent berappen sollen. Unser Vorstadtzug wartet schon, und für so wenig Geld bekommen wir auch nur Ruta 40 Feeling, was sich aber nur auf die Rüttelei und nicht auf die Einsamkeit bezieht. Es wird ziemlich voll und Markus verteidigt tapfer unsere Plätze und das Gepäck gegen sitzplatzbegehrende ältere Damen. Ich frage mich, ob sie erwarten, dass wir die 5 Reisetaschen auf dem Kopf balancieren, nur damit sie sitzen können.


Endlich erreichen wir Tigre, eine Vorstadt im 19 Millionen Einwohner zählenden Grossraum Buenos Aires. Hier ist Endstation und man kommt nur per Lancha (Wassertaxi) weiter. Nach einem anstrengenden Marsch zur Estación Fluvial, dem Flussbahnhof, kaufen wir die Fahrkarten und warten auf unser Linienboot. Tigre liegt unmittelbar am Delta des Río Paraná, "la isla" genannt, da es aus zahllosen Inseln besteht. Unser Ziel liegt eine Stunde Fahrt entfernt und wir sind überrascht, wie dicht besiedelt das Gebiet noch ist. Hier liegen die Sommerhäuser der Porteños (Einwohner aus Buenos Aires), von Herrenhaus bis Hütte ist alles vertreten. Ein kleiner Steg folgt am Ufer auf den nächsten.


In Deltaventura werden wir schon erwartet und beziehen eins der vier Zimmer im alten Herrenhaus von 1898. Auch hier sind wir die einzigen Gäste, so haben wir das grosse Wohnzimmer mit Kamin ganz für uns. Wir brechen noch zu einem kurzen Spaziergang um das Grundstück auf, dessen Ausmasse wir etwas unterschätzen. Die Stille und die frische Luft nach Buenos Aires verleiten uns, die grosse Runde in Angriff zu nehmen. Es dämmert schon beim losgehen und zum Glück begleitet uns der Hofhund, so dass wir viel später dank ihm in vollständiger Dunkelheit wieder zum Haus zurück finden. Strassenlampen sind hier draussen Fehlanzeige.


Entgegen unserer Befürchtungen hat noch niemand die Suchtrupps losgeschickt und vermisst wurden wir auch nicht. Bald darauf wird uns das Abendessen am Kamin serviert: Pizza, zwar lecker, aber Markus guckt etwas skeptisch ob dieses kulinarischen Faux-pas, hatten wir doch eher eine Kuh vom Grill erwartet. Auch der Wein zeugt eher von der Unkenntnis der Gastgeber und wir steigen für den Rest des Aufenthalts auf Bier um. Die Hausherrin erzählt noch einiges über das Delta, dann bringen wir Clara, die sich schon ganz ans späte Aufbleiben gewöhnt hat und nichts davon wissen will, ins Bett, und sitzen den Rest des Abends vor dem Kaminfeuer. Draussen ist es ganz ungewohnt still, nur die Lampe am Steg brennt und die Haustüren schliesst hier auch niemand ab. Naja, kein Wunder bei dem Hund.


Am andern Tag ist es bedeckt und kühl, aber wir lassen uns den Weg zur Laguna weisen. Auf der Karte sehen wir erst, welche Riesenrunde wir gestern im Dunkeln gelaufen sind. Heute geht es wieder den Deich entlang, der das Grundstück umschliesst, denn wenn es stark regnet oder die Brasilianer die Schleusen öffnen, dann steht hier schnell alles unter Wasser. Früher gab es hier Obstanbau, heute wegen des unberechenbaren Wasserstandes nur noch Brennholzgewinnung oder Büffelzucht.


Die Laguna haben wir gestern schon passiert, aber nicht als solche erkannt, denn sie ist völlig mit Wasserpflanzen zugewachsen. Wir finden unzählige überdimensionierte Schneckenhäuser und Wasserschweinköttel, sowie einige Stechmücken. Die Schnecken sind alle leer gefressen, leider sehen wir nicht von wem. Dem Hund war es gestern mit uns wohl zu langweilig, denn heute hat er sich Verstärkung mitgebracht. Auf dem Rückweg erkundet Markus noch ein altes Pumphaus, Clara futtert ihre erste Banane und Markus schafft es, beim Entsorgen der Schale, diese als leuchtende Fahne hoch oben in den einzigen hohen Strauch weit und breit zu werfen, was eine langwierigere Rettungsaktion nach sich zieht.


Zurück am Haus wartet auch schon das späte Mittagessen, danach halten wir zu dritt wohlverdient Mittagsschlaf und gehen danach direkt zum Abendessen über. Heute gibt es einen ganzen gefüllten Kürbis und Clara darf erstmals aktiv partizipieren, was sie begeistert tut. Die Abendgestaltung gleicht der von gestern, Markus surft, ich lese, Clara schläft und draussen ist es wieder ganz still. Welche Erholung zum Stadtleben.


Heute ist unser letzter Tag hier im Delta, eigentlich wollten wir morgen fahren, aber morgen spielt Deutschland - Argentinien, und danach rechtzeitig am Flughafen anzukommen, scheint uns ziemlich unrealistisch. In Argentinien bricht der Verkehr auch schon ohne Fussball öfter mal zusammen.


Also verbringe ich den letzten Morgen hoch zu Ross, auf einer Runde um das Gelände mit einem echten Gaucho, und Markus und Clara liegen faul in der Hängematte am Fluss. Selbst meine Galoppeinlagen verpassen sie deshalb. Anschliessend macht Clara erste Bekanntschaft mit den Hühnern und Truthähnen. Nur beim Hühnerfüttern weigert sie sich lauthals, ihr Stück Brot an selbige zu verfüttern, das gibt sie nicht mehr her.


Zum Mittagessen wird der Tisch am Steg in der Sonne gedeckt, da es wieder wärmer geworden ist. Heute kommt Markus´ lang ersehntes Asado doch noch auf den Tisch. Unterdessen tuckert das Mercadito-Boot vorbei, ein schwimmender Tante Emma-Laden, auf dem sicher alles vom Schnürsenkel bis zum Hufeisen verkauft wird.



Nach einem Mittagschlaf für alle sind wir bis zum Nachmittag wieder mit packen beschäftigt, wobei wir endlich wieder Fussball schauen können. Nach einer letzten kurzen Spazierrunde ums Haus kommt auch schon die Lancha und wir kehren nach Tigre zurück, wo ich uns ein Hotel für die letzte Nacht gebucht habe.


Während der Fahrt läuft das Elfmeterschiessen Ghana-Uruguay, aber wegen des Motorenlärms bekommen wir nur Fetzen mit, auch das Netz ist spärlich, sodass die Spannung ziemlich steigt. Als wir in Tigre ankommen ist es schon dunkel und wir müssen 11 Cuadras zum Hotel laufen. Keine leichte Übung, mit kurzen Pausen und schmerzenden Schultern treffen wir dort ein.


Das Hotel, eine alte Villa, ist schön renoviert und das Zimmer besitzt Dachterrasse und Sprudelbad (wir bekommen sogar einen Upgrade in die Nobel-Suite... Nobel wie Alfred, denn der Besitzer des 6-Zimmer-Hotels ist Schwede). Weil es schon spät ist bestellen wir das Essen aufs Zimmer und geniessen noch alle zusammen den Whirlpool, was Clara sichtlich gefällt: viel besser als die Waschlappen- und Waschbeckenbäder der letzten Tage.



Das Frühstück serviert der Hausherr am Morgen persönlich und konversiert sogar auf deutsch. Wir frühstücken mit Blick in den schönen Garten der Villa. Danach schauen wir die erste Halbzeit Deutschland - Argentinien auf unserem Zimmer. Das ganze Land liegt heute lahm und vor dem Bildschirm. Nach der Pause schauen wir den Rest des Spiels im Salon, mit dem Hausherrn, seiner argentinischen Frau und dem einzigen Gast ausser uns, ausgerechnet einem Chilenen.


Der Hausherr geht zwischendurch diplomatisch den Pool wässern, möge der bessere gewinnen, und der Chilene freut sich sichtlich über die deutschen Tore. Nach dem 4:0 Endstand holt der Schwede die argentinische Flagge im Wohnzimmer ein und überreicht sie nach dieser Schande seiner Frau. Danach gibt er eine Runde Bier aus, um auf Deutschland anzustossen.


Ganz Argentinien liegt wie gelähmt im Schockzustand. Wir warten extra eine halbe Stunde, bis wir den Taxista anrufen, damit er sich die Tränen trocknen kann. Leider müssen wir schon los, den schönen Garten hätten wir noch gern genutzt, vor allem, da heute richtiges Sommerwetter herrscht. Auch von Tigre haben wir nicht viel gesehen, ausser gestern abend im Dunkeln.
Der Taxista ist sehr schweigsam, nimmt aber die Schmach äusserlich gelassen, trotzdem wollen wir uns auf Nachfrage lieber als Holländer ausgeben. Ich hatte noch erwogen, die eingeholte Flagge zu kaufen , um uns zum Schutz vor schlechten Verlierern darin zu tarnen.
 

Die Fahrt verläuft aber unerwartet ruhig und wir sind etwas zu früh am Aeroparque. Dort geben wir die letzten Peso im Buchladen aus, dann schauen wir im Duty Free Shop zusammen mit allen anderen das letzte Spiel des Tages. So verpassen wir diverse Aufrufe unseres Fluges, "auch für die, die noch vor dem Fernseher stehen", und somit fast noch das Flugzeug. Aber da wären wir nicht die einzigen gewesen. Diesmal schläft Clara die Hälfte des Fluges, und mir damit das Bein ein. Über den Anden haben wir einen sensationellen Blick auf den Aconcagua und die Passstrasse. Sogar den Tunnel, die Serpentinen und den alten Cristo Redentor, der auf der Grenze zu Chile thront, erkennt man trotz der Flughöhe. Ein bisschen wehmütig ist uns schon zumute, das letzte Mal Argentinien für unbestimmte Zeit.


Hasta luego Chivito, Morcillas y Malbec - wir kommen wieder - keine Frage!!!
 

      



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