Was verbindet Bonn und Lima im Juni?

oder: Farbenlehre in grau und grün

09.-25.06.2008

Als Markus seinen insgesamt vierten Aufenthalt in Lima verbringt, weile ich zeitgleich und um ein vielfaches angenehmer im sommerlichen Deutschland. Auf diese Weise entgehen wir beide dem winterlichen Chile. Markus kämpft neben der täglichen Arbeit mit dem peruanischen feuchten Garúa (Küstennebel), einem permanent bedeckten, tiefhängenden Himmel und jeglichen, augenermüdenden Schattierungen der Farbe Grau.
Ich hingegen erlebe währenddessen drei Jahreszeiten in nur einem Urlaub, das gesamte Spektrum der Farbe Grün bei den Ausflügen im Siebengebirge, die Spargelzeit, sowie die meisten Spiele der Fussball EM.

Der Garten bei Abendsonne
Terrassenweinstunde und abendliches Gewitter mit Regenbogen über Oberkassel
Sonntagsausflug mit Hund in die Wahner Heide (inklusive Zeckenbiss in meinen Fussknöchel)
Die Drachenfels-Esel und eine zutrauliche Blindschleiche im Siebengebirge
Spaziergang durchs Siebengebirge
Abendspaziergang durch die Oberdollendorfer Weinberge zum Weingut Sülz
Felder bei Vinxel und Blick aufs Rheintal bei Oberkassel

Bonn und Lima sind während dieser Zeit täglich über eine Skype-Leitung verbunden. Am 25.06. steigen wir beide wieder ins Flugzeug. Während des gesamten Fluges Frankfurt-Madrid spielt Deutschland gegen die Türkei; dank überfülltem Luftraum über Frankfurt verpasse ich auch die zweite Halbzeit. Markus landet am 26.06. bereits um 1:30 wieder in Santiago und findet wenig später glücklicherweise meinen für ihn unter dem Fahrersitz unseres Autos deponierten Wohnungsschlüssel. (Der zweite befand sich bei Freunden in Las Condes, die in unserer Abwesenheit das Leeren der Wasserauffangbehälter bei Regen übernommen hatten - hier nochmal ein großes Danke :-) Wenige Stunden später macht er sich nochmals auf den Weg zum Flughafen, um mich und meinen übergewichtigen Koffer nach pünktlicher Landung in Empfang zu nehmen.

Markus' Höhepunkte in und um Lima:

Das Restaurant El Salto del Fraile (der Sprung vom Felsen eines liebeskranken Mönchs), an dem sich täglich ein verkleideter Perunaner von der Steilküste ins Wasser wirft (gegen eine Spende)
"Pántanos de Villa" ein Naturschutzgebiet außerhalb Limas mit einem sich trocknenden Kormoran
Ausgrabungsstätte "Pachacamac" und ein Stück des alten Camino del Inka
Pyramide in Pachacamac und fruchtbares Tal nahe Lima.

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