Trámites, 3. Teil: "Por la Razón o la Fuerza" 

Dezember 2009 


Über Weihnachten fahren wir in Urlaub und waren nun doch etwas unsicher, ob das Carnet für Clara ausreicht. Schliesslich wollen wir sie nicht unter dem Sitz verstecken müssen an der Grenze - wie sollen wir dann die Windelberge in der Dachbox dem Zoll erklären??
Also stand wieder einmal ein Gang zum Registro Civil an. Dafür lief ich (da man in Providencia nicht gut parken kann) mit Clara im Bauchsack 40 Minuten zu Fuss zur Behörde, um dann festzustellen, dass leider auch etwa 200 andere Leute die gleiche Idee gehabt hatten. Weil ich Clara aber dem 200-fachen Bakterien- und Virenansturm nicht aussetzen wollte, kehrten wir unverrichteter Dinge wieder um und beschlossen, am übernächsten Tag nach Vitacura zu fahren. Das ist zwar weiter weg, aber es gibt eine Tiefgarage und meistens weniger Ansturm.

Dort angekommen, warteten nicht weniger Leute als in Providencia, aber es gibt eine "Preferente-Schlange", unter anderem für Mütter mit Kindern unter einem Jahr. Dort warteten nur 2 Personen vor mir und nach nur 10 Minuten ging es auch schon los. Clara war gut gelaunt und das Foto klappte beim ersten Anlauf, aber für den Daumenabdruck brauchte ich die Hilfe des Sachbearbeiters. Dann noch schnell die 48.600 Peso gezahlt (ca. 63 Euro) und ein Formular ausgefüllt, dass auch der Vater damit einverstanden ist, dass seine Tochter einen Pass bekommt. Der bei der Beantragung fehlende Elternteil muss den Pass dann abholen und das Formular ebenfalls unterschreiben.

8 Arbeitstage später ist pünktlich Claras Pass fertig. Ihr neues chilenisches Motto lautet:
Por la Razón o la Fuerza - soviel wie: Mit Vernunft oder Gewalt (momentan eher: wenn ihr nicht spurt, mach ich die Windel voll!).
 








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