Río Clarillo & El Morado

19.& 20.05.2007

Achtung, ein Berg?!

Samstag

Nach fast drei Wochen Chile und grob geschätzt 3.000 km Panamericana und Schotterpisten sind Markus Eltern reif für ein ruhiges Wochenende in der Nähe von Santiago. Der Samstagsausflug führt uns in die Reserva Nacional Río Clarillo knapp hinter der südlichen Stadtgrenze. Eigentlich wollten wir ja grillen, aber nach längerer Supermarktsuche und dann unzureichendem Angebot kaufen wir unterwegs doch lieber ein paar Empanadas und verschieben das Grillen auf morgen.
Picknick am Fluß die Chilepalmen
Nach einem kurzen Picknick am Fluß bewandern wir das Arboretum. Hier sind angeblich alle einheimischen Bäume Chiles zu sehen. Leider gibt es außer den lateinischen und chilenischen Namen nicht viele Informationen. Dafür wachsen hier auch die bedrohte Chilepalme und auch ein paar junge Araukarien. Da haben wir aber schon ganz andere gesehen, diese hier wollen noch ein paar Jahre wachsen.
kleine Araukarien herbstlich blühende Kakteen
Zwischendurch sieht man noch einige Blüten, obwohl wir doch schon Spätherbst haben. Die Kakteen und einige andere lassen sich dadurch aber nicht beeindrucken.
im Arboretum winzige Herbstblüher
Markus testet noch die ausgiebig Stabilität der langen Kakteenarme und wir warten schon darauf daß er von den knapp 10cm langen Stacheln durchbohrt wird. Sie scheinen aber selbst den stärksten Erdbeben standhalten zu können.
Ob die erdbebensicher sind? im Arboretum
Nach einer weiteren kleinen Wanderung über einen Naturlehrpfad und Rast auf einer Aussichtsplattform, wo es heute aufgrund von Smog und genereller Diesigkeit aber nicht viel zu sehen gibt, treten wir die Heimfahrt an. Immerhin ist hier die Luft heute spür- und sichtbar besser als in Santiago.

Sonntag

Aufstieg aus Villa del Valle
Das gestern ausgefallene Grillen ist für heute gesichert. Schon gestern abend haben wir noch alles nötige eingekauft, da wir heute auch eine längere Strecke vor uns haben. Es geht für Markus und mich ein zweites Mal in die Reserva Nacional El Morado, südöstlich der Stadt im Cajon (Schlucht) de Maipo. Überraschenderweise sind noch viele Leute hier unterwegs, wir hätten gedacht wir wären ganz alleine zu dieser Jahreszeit. Im Gegensatz zu damals ist es alles andere als grün und sieht jetzt eher ungastlich aus. Sobald wir die erste Steigung hinter uns haben fegt auch ein kalter Wind aus Richtung der Gletscher.
Herbst Sommer
Wir beschließen heute nur bis zuden Eisenquellen zu laufen, von denen man einen schönen Blick auf die Gletscher hat, die gar nicht weit entfernt wirken aber zu denen wir noch mindestens 2 Stunden hätten hinlaufen müssen. Dazu wird es heute zu früh dunkel und die Filets rufen.
die Schneefallgrenze sinkt düstere Kulisse
Anfangs schaute immer noch die Sonne heraus, jetzt zieht es sich allmählich zu, es wird dunkler und sieht fast nach Schnee aus. Trotzdem überholen uns noch andere Wanderer in Richtung Gletscher.
die Eisenquellen am Wendepunkt
Nach einer Kostprobe aus den eisenhaltigen Quellen machen wir uns daher wieder auf den Rückweg, wir müssen ja noch grillen bevor es dunkel wird.
die Steakparade Vorbereitungen bei 12 Grad
Unten angekommen machen wir uns auf die Suche nach einem Grillplatz und werden fündig nachdem wir endlich eine Herde Kühe überholt haben. An einem Stand der Fossilien verkauft parken wir, dahinter ist eine Feuerstelle mit Tischen und Bänken. Während sich die Frauen wie üblich um den Salat und den Tisch kümmern, wirft der Rest fachmännisch den Grill an und bewacht das Feuer. Erschwerend kommt hinzu, daß sämtliche Hunde der Umgebung sofort wissen was wir vorhaben und hungrig um uns herum schleichen.
Fachsimpeln am Grill hier wurde wohl länger nicht gegrillt?!
Als sich der Grill allmählich aufheizt kriechen riesige Läuse aus den Steinritzen hervor, denen es wohl zu warm geworden ist. Sie hinterlassen beim "entfernen" riesige Blutflecken. Mit ihnen läßt es sich aber leichter fertig werden als mit einer Meute Hunde denen das Wasser im Maul zusammenläuft als wir die Würstchen und die in Knoblauchöl eingelegten Filets auf den Grill werfen.
1. Gang! Parrilla mit Zuschauern
Von einsetzender Dämmerung und Temperaturen um die 11 Grad lassen wir uns nicht stören. Die Hunde sitzen wie eine Eins und unter äußerster Anspannung in gewisser Entfernung und verfolgen jeden Bissen, den wir uns in den Mund schieben. Es bleibt aber leider nichts übrig bis auf ein paar Stück Brot, das wir gerecht unter ihnen verteilen.
die Zuschauer in Nahaufnahme
Kurz vor Sonnenuntergang machen wir uns auf den Rückweg nach Santiago, wo wir noch eine halbe Stunde an einer Baustelle im Stau stehen, zusammen mit allen anderen Ausflüglern im Cajon de Maipo.
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