Fundo El Manzano

08.11.2009

Endlich haben wir mal wieder Besuch. Freunde aus dem Süden sind da und haben am kommenden Sonntag Geburtstermin. Noch tut sich aber nichts, und so sind wir heute aus der Stadt geflohen und in den Cajón de Maipo gefahren.
Zum ersten Mal stellen wir fest, dass unser Auto doch nicht so gross ist, wie wir immer dachten. Mit 7 Personen ist
er doch recht voll. Vorne Markus und Vreni mit 9-Monats-Bauch, hinten Clara, Fossi mit Fabian auf dem Schoss und ich. Markus und Clara haben eindeutig die besten Sitze und den meisten Platz abbekommen, mir pieken dafür zwei Gurthalter in den Allerwertesten!

Im Cajón de Maipo gibt es eine Menge "offizieller" Picknickplätze. Jeder, der ein schönes grosses Stück Land am Fluss besitzt, hat Tische, Bänke und Grills aufgestellt und eine Schranke mit Kassierer am Eingang installiert. Im Sommer sind diese Plätze dann völlig überlaufen, aber heute sind wir fast die einzigen.


Der Fundo El Manzano liegt direkt am Flüsschen El Manzano im vorderen Bereich des Cajóns, also nur eine Stunde von zuhause entfernt. Wir installieren uns gleich unten am Wasser und picknicken erst einmal ausgiebig. Als es in der Sonne dann trotz des kalten Winds zu warm ist, wird der Nachwuchs noch einmal gewickelt und dann geht es los, zu Claras zweiter und schon etwas längerer Wanderung.


Diesmal sitzt sie auch fast schon protestfrei in der Trage, es gibt nämlich viel zu viel zu sehen. Was da alles an Bäumen und Blättern und Felsen vorbeizieht, da kann man gar nicht schlafen und riskiert lieber einen steifen Hals. Auch unseren Sonnenschutz haben wir jetzt etwas professioneller hinbekommen und sie lugt die ganze Zeit unter ihrem Tuch hervor.


Markus ist heute der einzige mit der Last auf dem Rücken, wir anderen drei tragen unsere jeweils vor dem Bauch, wobei Fossi eindeutig am schwersten und unhandlichsten zu schleppen hat. Vreni hat ihren Tragesack noch "eingebaut und meiner ist bestimmt am angenehmsten zu tragen. Dafür schallt allerdings auch schon mal Protest aus der Trage, der aber nie lange anhält.  



Nach einer knappen Stunde Wanderung durch ungewohnten lichten Wald machen wir ein kleines Päuschen in einem kühlen Bachtal, bevor es wieder zurück zum Auto geht. Bis auf die Tatsache, dass Clara ihre Windel zum überlaufen gebracht hat (was man auch auf meinem T-Shirt sieht) hat sie sich tapfer geschlagen.

Und das ist das Ergebnis nach einem aufregenden Tag:



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