Neuschnee am Cerro El Roble

...es ist Winter!

29.06.2009

eine dünne Schneeschicht am Berg
Nur 7 Wochen ist es her, da haben wir am El Roble die Herbstfarben bewundert, heute stiefeln wir durch Neuschnee. Nach 2 Tagen Wochenend-Dauerregen in Santiago wurden wir am Montag, dem Feiertag zu Ehren San Pedro und San Pablo, mit strahlendblauem Himmel belohnt. Wer hätte das gedacht? Also schnell gefrühstückt, warm angezogen und los zum El Roble. Erst fuhren wir durch dicken Nebel im Westen der Stadt, dann sah man schon die frisch beschneite Küstenkordillere, was ein eher seltener Anblick ist. Vor allem war selbst dort die Schneefallgrenze auf etwa 1.600m gesunken.
der Aconcagua mit Sturmhäubchen knapp über der Schneefallgrenze
Wir parken wie beim letzten Mal auf halber Höhe am Berg und können schon frisch beschneite Bäume bewundern, aber unser heutiger Weg führt nicht zum Gipfel, sondern über eine alte Minenzufahrt hinüber in den angrenzenden Nationalpark La Campana. Auf dem ersten Kilometer ist der Boden noch hart gefroren und überall liegt eine dünne Schneeschicht. Sobald wir aber die Sonnenseite erreichen, ist von Winter wie immer keine Spur mehr.
es ist noch ganz schön kalt! Spaziergang mit Kuh
Im La Campana wärmt die Sonne und bald laufen wir im Pulli statt in dicken Jacken. Wir schrecken zwischendurch eine junge Kuh auf, die uns nicht traut und lieber einen halsbrecherischen Abzweig den Hang hinunter nimmt. Dabei dachten wir schon, so wie uns sonst schon mal ein Hund begleitet, würde sich die Kuh als Mitwanderer auch gut machen.
der Minenweg und La Campana noch ein paar herbstliche Blätter
Auf dem alten Minenweg läßt es sich angenehm laufen, nur die herbstlichen roten Blätter liegen nun schon alle auf dem Boden, aber wir haben ja seit fast zwei Wochen offiziell auch Winter. An der alten Mauer, die sich entlang des Kamms zieht, halten wir an und picknicken unsere gestern abend selbst gebackenen Empanadas, dann laufen wir den Weg bis zur alten Mine, wo er abrupt endet.
El Roble von der anderen Seite Picknick in der Sonne
Nach einer Pause in der Sonne laufen wir allmählich wieder zurück, dummerweise führt der Rückweg im Gegensatz zum Hinweg permanent bergauf, weshalb wir (hauptsächlich ich) einen neuen Langsamkeitsrekord aufstellen. Meine Zuladung ist mittlerweile schwerer als Markus' Tagesrucksack es je sein könnte.

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