30.7.-5.8.: rechts ein See, links ein See...

Am nächsten Morgen kämpfen wir immer noch mit der nassen Wäsche. Nach weiterer Vorsprache an der Rezeption bekomme ich eine neue Marke und die Auskunft, die Putzfrau wisse Bescheid und könne das reparieren. Tatsächlich wärmt sich der Trockner nun auf und ich pilgere noch um eine weitere Marke zurück. Als ich wieder am Trockner ankomme traue ich meinen Augen nicht, da hat doch jemand gerade unsere feuchte Wäsche raus und seine eingelegt! Angeblich habe er es eilig. Ich bleibe aber hart und räume unsere wieder ein. Markus macht noch Trocknerkontrollgänge, bis endlich alles wieder gefaltet in unseren Taschen liegt.


Dann geht es dank Zeitverschiebung noch später los als sonst. Kaum sind wir einige Kilometer gefahren, lockt ein Samensouvenirstand mit großem Parkplatz, hier muß noch mehr sein. Markus und Clara inspizieren die Auslagen und berichten von einem Pfad, der nur 200m lang ist und irgendwohin hin führen soll, leider versteht man das finnische überhaupt nicht. Also nehmen wir Paul auf den Arm und ziehen los.  Es geht auf einer bequemen Holztreppe forsch voran. Clara will ab der 30. Stufe schon auf den Arm. Nach einer ganzen Weile befürchte ich schon, daß es 200 Höhenmeter sind, da erreichen wir die Bärenhöhle, einen riesigen durch ein kleines Loch begehbaren Findling, in dem sogar ein Gipfelbuch liegt. Dann nochmal 300m die Treppen rauf durch den Kiefernwald, um auf einer Plattform Blick über den Inarisee zu erhalten. Jedenfalls bei klarer Sicht.


Nach all den Stufen bis zum Parkplatz zittern uns schon vor lauter Kindergewicht die Knie. Im Souvenirladen wird noch gestöbert, wir futtern noch kurz am hauseigenen Spielplatz, auf dem Clara sich hochkonzentriert im Baggern übt (sie hat ja höchsten 50 Stufen erklimmen müssen) und dann geht es weiter. Es ist schon superspät und wir haben noch knapp 300km vor uns. Aber auf den guten Straßen kommt man schneller als in Norwegen voran, trotz ständig die Straßen überquerender Rentiere. Auf die muß man sich ziemlich konzentrieren, kein Blick nach rechts und links. Am Straßenrand sieht man nun oft Rentiertrampelpfade, schön breit ausgetreten von den breiten Füßen, ist ja auch einfacher als durch den ewigen Wald zu laufen, in dem man dauernd nasse Füße bekommt. In Sodankylä machen wir Tank- und Einkaufsstopp und kämpfen erst mit dem finnischen Tankautomaten. Hier ist der Diesel erfreulicherweise nur noch ca. 1,50 teuer, aber die Automaten sprechen eben auch nur finnisch, keine Chance! Ein netter Finne hilft aber. Im Supermarkt schwelgen wir im neuen Angebot und vergessen etwas die Zeit. Gegen 20h sind wir wieder am Auto und haben immer noch 100km vor uns, die Kinder sind schon leicht genervt. Kurz vor Rovaniemi erwischen wir eine Gewitterfront und befürchten schon das schlimmste für den Aufbau, aber als wir gegen 22h am Campingplatz eintreffen wird es besser aber schwül. Markus baut schnell auf und ich richte das Auto inklusive Abendbrot und dann liegen die Kinder und wir endlich nach Mitternacht im Bett. Paul schlief schon beim Essen und Clara ließ sich mal protestlos in den Schlafsack packen. Wir haben übrigens den 12-Grad-Fluch abgeschüttelt, neuer Rekord liegt bei über 20°! Heute Nacht ist es endlich mal warm!


Paul hat sich schon an die neue Zeit gewöhnt und weckt mich um halb neun. Die Sonne scheint und es ist so warm, daß es uns beim draußen frühstücken schon fast zu heiß wird! Den Vormittag bummeln wir so vor uns hin, bis es zu spät ist, noch zu großen Unternehmungen aufzubrechen. Mit buddeln am Flussufer (Clara und ich), Mittagsschläfchen (Paul und Markus), Obstgartenspielen (alle) und halbherzigen Überlegungen zur weiteren Reiseplanung vergeht der Tag. Halbherzig versucht Clara mit den Nachbarjungs Fußball zu spielen, aber denen ist das zu langweilig, Lieber klettern sie obe auf das Dach ihres Wohnmobils um sich dann in die Luke abzuseilen. Da loben wir uns doch unsren Bus, der solche erstbesteigungen nicht zuläßt (noch nicht).

 
Nachmittags brechen wir zu einer Runde Laufradfahren auf und erkunden die nähere Umgebung, um die Tochter etwas zu ermüden. Sie hält auch tapfer fast eine Stunde durch. Wir planen immerhin, noch eine Nacht hier zu bleiben und sämtliche Überlegungen auf den nächsten Tag zu verschieben. Immerhin waschen wir noch eine Maschine Wäsche, kommen aber erst gegen 22h dazu, sie auf die Wäscheleinen zu hängen, da nutzen Sonne und Wind auch nichts mehr, denn die Mitternachtssonne hat sich hier schon verabschiedet.
Den ganzen Tag über haben sich die Mücken in erträglichen Grenzen gehalten aber zum Abendessen, daß wir leichtsinnigerweise draußen einnehmen, kommen sie in Scharen, so daß wir überstürzt ins Auto fliehen müssen. Trotz oder wegen aller Faulheit sind die Kinder nicht vor halb 11 und wir nicht vor Mitternacht im Bett.


Schweden oder Finnland? West, Süd oder Ost? Da wir für beide Länder keinen ausführlichen Reiseführer dabei haben können wir uns einfach nicht entscheiden und fahren heute erst einmal zum hiesigen Polarkreiszentrum. Wie anders ist das doch als vor 5 Wochen in Norwegen! Hier ist alles grün und üppig und angenehm warm. Zudem hat hier in Rovaniemi der Weihnachtsmann sein Büro samt Postamt und riesiger Ladenzeilen mit Souvenirs, Weihnachtsartikeln und was man sich als Polarkreiskreuzender nur wünschen kann. Den Santa-Adventure-Park sparen wir uns aber, das machen wohl die meisten, denn die riesigen Parkplätze sind gähnend leer. Wir inspizieren zunächst das (echte) Postamt (finnisch: Posti), in dem es schon viel zu sehen gibt: Regale mit Briefen an den Weihnachtsmann aus aller Welt (selbst aus Ghana erreichte ein Brief, der mit "Santa Claus, North Pole" adressiert war, sein Ziel!), schöne Andenken, Karten und natürlich die passenden Briefmarken zum Thema. An den Tischen kann man ganz gemütlich seine Karten schreiben und gleich aufgeben.


Dann machen wir das obligatorische Polarkreisfoto, schlendern durch alle Andenkenläden, zahlen 5 Euro pro Nase um der Tochter die Rentiere zu zeigen (die findet es aber wichtiger, ihre Tüte mit den Mumins-Gummibären zu tragen, durchzuzählen und einzeln auszuteilen), picknicken vor der Posti und gehen noch eine Runde auf den schönen Spielplatz. Da haben wir doch glatt erfolgreich den ganzen Tag hier vertrödelt und alle sind zufrieden, auch Paul, der endlich ein langes Nickerchen in der Trage machen konnte (seit ich herausgefunden habe, daß ich ihn auch in der Trage stillen kann und keiner kann es sehen).


Auf dem Rückweg finden wir noch eine sensationell günstige Tankstelle (1,47) und daneben einen Stand mit finnischen Erdbeeren (wenn es die gibt, ist es in Finnland Sommer, falls man das schon nicht am Wetter merkt...) und frischen Erbsen, die man hier nebenbei als Snack isst, was wir gleich auf dem Heimweg ausprobieren. Die Erbsen werden übrigens pro Liter verkauft. Am Campingplatz sind sogar die Kinder noch eine Weile ganz selbstzufrieden, sodaß die Eltern mal vor Anbruch der Nacht Zeit zum Lesen und Surfen haben. Wohin wir morgen fahren wissen wir immer noch nicht.


Nächtliche Elternzeitüberlegungen im Flüsterton (bloß nicht die Kinder wecken) haben ergeben, zwei Nationalparks östlich von hier zu erkunden. (Manchmal vermissen wir schon unser Wohnzimmer, in dem man sich abends unterhalten kann, ohne befürchten zu müssen, die Kinder zu wecken, von Mücken gefressen zu werden oder alternativ Frostbeulen zu bekommen.) Trotzdem ist die erste Frage von Markus heute "wollen wir nicht einfach noch eine Nacht bleiben? Aber trotz schönstem Sommerwetter packen wir, erledigen noch den Einkauf für die nächsten 3 Tage und fahren mit wohlgefülltem Auto und 2 Litern Erbsen für die Fahrt los.


Auch Clara hat nach anfänglichen Zweifeln eine Leidenschaft fürs Erbsenpuhlen entdeckt und lacht jedesmal wenn sie die Schote mit einem "Pop" aufmacht. Aufpassen muß man wie immer auf die Rentiere; auch wenn es hier nicht mehr so aussieht, kreuzen sie alle paar Kilometer die Straße und haben es nicht allzu eilig. Ist der Elch der König des Waldes, so sind die Rentiere die Könige der Landstraße. Da C und P endlich beide schlafen, lassen wir das Erbeeren-selber-pflück-Feld leider aus und riskieren lieber keine Störungen des Mittagschlafes. Bei einer der Pipipause werden wir dafür mit einem Wald voll Blaubeersträuchern entschädigt die kurzerhand geplündert werden. Clara hat einen Riesenspaß, pflückt die meisten direkt in den Mund und verrät sich durch eine blaue Zunge.


Kurz darauf haben wir das Ziel erreicht, den Oulanka Nationalpark ganz im Osten Finnlands knapp unterhalb des Polarkreises. Hier kann man die kleine Bärenrunde laufen, einen 12km langen Rundweg. Das ist für unser momentanes Reisegepäck sehr sportlich, aber wir sehen einige Familien mit kleineren Kindern hier. Der Platz ist eher rustikal, aber dafür kostet er bescheidene 12 Euro pro Nacht. Wir trinken erst mal einen Kaffee im Café am See und laufen dann den Wanderweg bis zur ersten Hängebrücke um Clara zu lüften und auf den morgigen Weg einzustimmen. Beim Essen sind die Mücken schon recht aggressiv, sodass wir gleich danach im Auto verschwinden. Gegenüber hat sich ein Finne mit 4 Schlittenhunden niedergelassen, die er allesamt an der Anhängerkupplung seines Volvo angebunden hat. Die 4 sehen aus, als würden sie überhaupt keinen Humor haben und würden im Zweifelsfall den Wagen einfach mitschleppen. Hinterher sieht man keinen mehr und wir fragen, wie die das Schlafarrangement treffen, alle 5 im Zelt oder die Hunde im Zelt und Herrchen im Auto?


Die 5 haben alle zusammen im Zelt geschlafen und scheinen einige Unklarheiten während der Nacht gehabt zu haben, denn ich hörte mehrfach laute Rufe auf Finnisch ohne Antwort, die mich geweckt haben. Nach dem Frühstück machen wir uns startklar für die Wanderung, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Andere Leute schaffen die Strecke in Turnschuhen und mit einem Butterbrot, wir sind wie immer für alle Fälle gerüstet. Markus nimmt Paul, damit Clara mehr Hemmungen hat, sofort in die Trage zu wollen, was auch gut klappt. Sie läuft immerhin 1,5km tapfer mit, diverse Unterbrechungen zwecks Blaubeersammeln (der Wald ist voll mit einem Blaubeerstrauchteppich) und sonstigen Entdeckungen inklusive.


Nach einer Pipipause kommt sie dann aber doch auf den Rücken und wir machen erstmal Strecke. Allerdings werden wir bald von einem sehr steilen Treppenabstieg gebremst, der geht mit den beiden ganz schön in die Knie. Die Leute, die uns entgegenkommen, schnaufen dramatisch, aber da können wir nur müde lächeln, die schleppen ja alle nur ihr Butterbrot. Unten dränge ich auf die lang fällige Pause, aber wir wandern durch ein schmales Bachtal, das voller Mücken ist, die keinen Stop zulassen. Erst am Ende finden wir eine Hütte mit Feuerchen und Wind, bei der wir essen. Die anderen Wanderer packen hier alle ihre Würste aus und an dem Unterstand neben dem Feuer gibt es sogar Senf und einen Ständer für eiserne Wurstspieße. Wir sind neidisch und nehmen uns vor, ab jetzt Würstchen mit auf Wanderungen zu nehmen (Anm. Ann: Noch mehr Gepäck!).


Auch Clara wird bei dem Feuer wieder wach und darf die Eierschalen und unser Papier reinwerfen, was ihr sichtlich Spaß macht. Auf dieser Tour sind einige Leute unterwegs, von den versprochenen Bären wird man sicher keinen zu sehen bekommen. Clara ist mit einem Anreiz von 1 Blaubeere pro 10 Schritte noch ein Stück zum laufen zu motivieren, jede hundert Meter ohne Last zählt. Auch die Hängebrücken und Bohlenwege nimmt sind noch spannend genug zum selber laufen.


Auf den letzten 1,5 Kilometern begegnen uns 3 Rentiere, die ebenfalls den Wanderweg benutzen und Clara muß bis zum Auto laufen, da ich in Generalstreik trete, ich habe schon mit mir genug zu tun. Komischerweise scheint sie das einzusehen und entwickelt noch ungeahnte Reserven, am Ende ist sie fast 4 Kilometer in Etappen selber gelaufen. Markus kauft im Laden ein Bärenrunden Tshirt für sie und eine Nadel für mich und versorgt dann alle mit Pfifferlingspaghetti, da sich von uns dreien keiner mehr freiwillig bewegen mag.


Heute sind wir alle etwas langsam und legen lieber einen Fahrtag ein, obwohl es hier noch einiges abzuwandern gäbe. Einen Plan haben wir nicht, dazu waren wir gestern nicht mehr in der Lage. Das wird sich noch rächen, wie wir später feststellen sollen. Clara ist noch etwas müde, wie man unschwer an ihrer Stimmung festellen kann, der Tag gestern war wohl doch zu aufregend. Wir fahren zunächst in den Skiort Ruka mit seinen immerhin über 400m hohen Bergen, fast alle Pisten beleuchtet, im Winter wird es hier ja kaum hell. Wir suchen das Outlet des größten finnischen Blinkerherstellers, damit Markus noch ein paar Fische fangen kann, finden es dann im nächsten Ort.


Trotz großen Angebot kaufen wir dann doch nichts. Clara schläft währenddessen allein mit Babyfunk im Auto, sie ist erst einmal ausgeschaltet. Weiter geht es quer durchs Land (es ist ja hier nur gute 200 km breit) Richtung Oulu, aber das Wetter soll dort ganz bescheiden sein, was also tun. Unterwegs entdecken wir das Schild zu einem Nationalpark, das wäre doch was, darüber haben wir schon in einer Broschüre gelesen. Schnell kaufen wir am Kiosk noch ein paar Sachen zum Essen, da heute Samstag ist und folgen den Schildern. Dann nimmt die Odyssee ihren Lauf. Campingplätze sind zwar angeschrieben, tauchen aber niemals auf. Die Nationalparkzentren ebenso wenig. Dafür landen wir in einem weiteren Geisterskiort, in Syöke. Syöke hat 3-5 Ortsteile und ebensoviele Straßen und wir fahren alle mindestens 3x ab.


Einen Platz finden wir tatsächlich, aber der sieht so einladend aus wie ein verlassener Hinterhof. Genervt versuchen wir es nochmal bei sämtlichen Schildern und finden noch einen nicht mehr bewirtschafteten Campingplatz. In einem Laden frage ich nach, aber leider kann der Finne weder deutsch noch englisch und über campen weiß er auch nichts. Mit 2 riesigen Eis aber ohne Plan sitzen wir im Auto. Im nächsten Laden erfährt Markus, daß der nächste Platz 40km entfernt ist, alle Mökkis (Hütten) wegen einer Meisterschaft für Mountainbiker ausgebucht sind und im Sommer hier sowieso nichts geht. Die Kinder und wir haben vom Fahren die Nase voll, zudem ist es schon nach 19h. Aber hier bleiben? Wir entscheiden uns für die harte Tour und fahren weiter nach Oulo, noch 150km. Clara wird mit fernsehen ruhig gestellt, Paul mit Milch und zum Glück schläft er nochmal ein.


Ich suche im GPS nach Campingplätzen und finde nur einen auf der Insel Hailouto, noch 50km hinter Oulo. Kurz vor 21h sind wir an der Fähre, auf die wir zum Glück als letzte direkt aufrollen können. Diese Fähre gehört zum finnischen Straßennetz und ist kostenlos, im Winter gibt es zu der 8km entfernten Insel eine offizielle Eisstraße. Schade, das hätten wir auch gern gesehen. Der Platz liegt am äußersten Ende der Insel und unterwegs finden wir im einzigen Örtchen zum Glück einen Geldautomat, der hier in Finnland übrigens "OTTO" heißt.


Erst kurz vor 22h treffen wir ein und besetzen einen der letzten Stellplätze, die alle ihren eigenen "Sandkasten" haben. Clara legt sofort los, Paul ist zufrieden auf der Decke zuzusehen und wir bauen schnell auf und kochen. Seltsamerweise sind die Plätze hier neu gemacht, aber die Sanitäranlage und vor allem die Küche lassen ziemlich zu wünschen übrig, die Rezeption ist auch nur von 12-20h besetzt. Egal, Hauptsache angekommen. Aber das Wetter ist gut, wir essen draußen und 100m weiter ist der Sandstrand.
 

Bis wir aufgestanden sind, sind die anderen schon fast alle abgereist. Bei Tag betrachtet gleicht der Platz einer Baustelle für Ferienhäuser und ist ein Provisorium. Putzen kommt heute auch niemand. Wir trödeln herum und warten auf Clara, die erst aus dem Auto darf, wenn sie sich endlich angezogen hat. Das kann sie eigentlich ziemlich gut, aber es kann auch mal eine Stunde dauern. Heute haben wir Zeit und bleiben hart, nach einer guten Stunde Gequengel und Gemaule und Entzugsdrohung des bereit liegenden Belohnungsgummibären ist sie endlich ausgehfein. Geht doch!


Wir laufen den Bohlenweg durch die Dünen zum westlichen Inselende und Clara schanzt aufgrund mangelnder Bremsung fast ins Gebüsch und beschwert sich dann, daß ich sie an der Schulter unsanft festhalte.


In einem kleinen Café/ Andenkenladen essen wir Kuchen und wandern dann zurück zum Sandstrand, wo Claras große Stunde naht: mit dem Papa in die Ostsee! Sie ist ganz aufgeregt und rennt ungebremst ins doch recht kühle Wasser, das ihr höchstens bis ans Knie geht bis zur nächsten Sandbank. Da es im Gegensatz zum Atlantik keine Wellen gibt, ist sie hier ganz mutig. Dann darf Paul auch noch kurz die Füße reinhalten, bevor es zurück geht. Heute hält die Tochter endlich mal ausgedehnten Mittagsschlaf, juchu!


Am Abend erkunden wir noch etwas die nähere Umgebung, da sie erstmal nicht mehr müde ist, und später gibt es nur 4 Würstchen, mehr haben wir nicht mehr. Beim Essen spricht uns ganz enthusiastisch ein Finne an, der hartnäckig bleibt trotz mangelnder Sprachkenntnisse auf allen Seiten. Zum Glück klingelt irgendwann sein Handy und er muß sich verabschieden.