Ex-Refugio Aleman

22.11.2009

Für heute sind 30 Grad angesagt und so haben wir geplant, der Hitze zu entfliehen. Wir fahren nach La Parva, einem der vier Skigebiete rund um Santiago. Auf den Serpentinen ist ziemlich viel los, weniger Autos als hunderte Radfahrer, die entweder den Berg hoch schleichen oder im halsbrecherischen Tempo hinunter rasen. Auf Dauer ist das ziemlich nervend, denn sie beanspruchen meistens die ganze Strassenbreite und die ist sowieso schon eher schmal. Naja, im Ernstfall ziehen sie den kürzeren, aber das scheint die wenigsten zu beschäftigen.


Endlich oben, parken wir mitten im Ort und wandern gleich los. Irgendwie ist es schon wieder 12 Uhr - wir wollten doch früh unterwegs sein. Aber um das Wetter brauchen wir uns keine Sorgen zu machen: hier oben ist es kühl und bewölkt, keine Spur von Sommer. Kaum haben wir den Parkplatz hinter uns gelassen, kündigt sich ein akuter Windelwechsel an und so kehren wir lieber nochmal um.


Hier oben ist ausser uns kaum ein Mensch zu sehen. Sobald die Skisaison vorbei ist, verfällt der Ort in den Sommerschlaf. Wir folgen einem Fahrweg bis zu einer baufälligen Viehtreiberhütte und laufen dann entlang einer sattgrünen Feuchtwiese auf einen kleinen Bach zu. Es geht alles leicht bergab und bald sehen wir in der Ferne schon unser Ziel, das alte Refugio Aleman, dass nun langsam verfällt, aber immer noch malerisch mit Blick auf die umgebenden Täler und einige Gletscher liegt.


Während der Pause will Clara aus der Trage und lässt sich von Markus alles ganz genau zeigen. Nach einem Picknick, Milch- und Windelservice für Clara geht es langsam wieder zurück. Beim Aufstieg merkt man doch die 2.500 Höhenmeter und das ungewohnte Gewicht vor dem Bauch.
Trotz oder gerade wegen des trüben Wetters, das für uns eher eine willkommene Abwechslung ist, war das ein gelungener 3. Ausflug mit Clara.
   




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