Reserva Nacional Río Clarillo

10 km auf dem Sendero de Chile

20.04.2008

der Rio Clarillo herbstliche Bäume
Ein neues Teilstück des Sendero de Chile zieht uns diesen Sonntag morgen in die eine Stunde Fahrt entfernte Reserva Rio Clarillo. Nach der Passfahrt am vergangenen Wochenende beschweren sich nicht nur die Wanderschuhe über mangelnde Bewegung.
Bei bestem herbstlichen Wetter ziehen wir zu viert los, völlig davon überzeugt, den 10km langen Rundweg locker in der Hälfte der vom Guardaparque angegebenen Zeit zu schaffen.
der erste Mirador irgendwo dahinten müssen wir rüber
Allerdings sieht das Höhenprofil auf der ausgedruckten Karte auch nicht aus wie das, was uns hier erwartet. Der Weg führt stetig bergauf und nimmt kein Ende, zum Glück durch einen Wald, sodass wir nicht allzu sehr ins schwitzen kommen. Die Temperaturen steigen auf sommerliche Werte, von Herbst keine Spur mehr, als wir endlich die höchste Stelle auf einem Bergrücken erreichen. Bis hierhin haben wir schon mehrere kleinere Quebradas durchquert, die auf unserer Karte grosszügig ausgespart wurden und was den Muskelkater morgen sicher nicht auf sich warten läßt.
ich brauch was zu essen! einsamer Kaktus
Da Markus und ich gestern abend ausführlich essen waren haben wir uns heute morgen das Frühstück gespart und in Erwartung eines 3-stündigen Spaziergangs nur das Grillen am Ende eingeplant. Vor 17 Uhr bekommen wir heute aber keine Wurst auf die Gabel, das passiert uns auch nicht noch einmal.
und wieder eine Quebrada hinter uns ...die grüne Hölle...
Nach viereinhalb Stunden (und damit immerhin eine halbe Stunde unter angedrohter Zeit) sind wir völlig verstaubt und verschwitzt am Grillplatz und zum Glück dürfen die Damen sich um die Besetzung eines Tischs im Schatten kümmern, während die Grillmaster die Autos mit den Kühlboxen holen. Dafür sind sie noch genau 1,8km länger unterwegs, wie Markus mich auf der Heimfahrt per Tageskilometerzähler ausmessen lässt und wofür ich ihn gar nicht genug loben kann.
wo bleibt der Grill? endlich oben!
Da die Zeitplanung heute etwas daneben lag müssen wir uns beeilen, die letzten Steaks rechtzeitig vor Toresschluss gar zu bekommen. Kaum haben wir den letzten Bissen vertilgt, sucht auch schon der Guardaparque auf seinem Motorrad die Parkplätze nach Nachzüglern ab. Ganz chilenisch rollen wir mit den restlichen Besuchern eine halbe Stunde nach Schließungszeit durch das Tor.
das Tal des Rio Clarillo ein wandelnder Stock


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