Ein Samstag am Meer

15.03.2008

Freitag abend sammeln wir Markus in der Stadt ein, was sich anfangs etwas schwierig gestaltet. Im Büro funktioniert irgendetwas nicht so wie er will, und Valeria und ich drehen mit gepacktem Auto diverse Runden um den Block, da man vor dem Gebäude nicht halten kann. Schließlich treffen wir uns eine halbe Stunde später in einem Café um die Ecke, befreien das Auto wieder aus dem Parkhaus und reihen uns in den freitagabendlichen Stau stadtauswärts ein. Stoßstange an Stoßstange schleichen wir die Alameda hinunter und erst auf der Ruta 68 wird es besser. Zum Essen mit unseren Freunden in Viña del Mar kommen wir etwas zu spät, obwohl der Busfahrer, der uns vom Hotel zum Restaurant bringt, sich alle Mühe gibt sämtliche Tempolimits mit mindestens doppelter Geschwindigkeit zu brechen. So kommt es uns jedenfalls vor, als er sich auf der Costanera in die Kurven legt.

Wie meistens im Urlaub müssen wir an diesem Samstag wieder früh aufstehen, bereits um 8 Uhr, und das obwohl wir gestern abend nicht vor 1 Uhr in unser Zimmer im Offenbacher Hof zurückgekehrt sind.
Nach dem Frühstück fahren wir im Auto nach Valparaiso, parken in der Tiefgarage und nehmen den historischen Aufzug El Peral nach oben, auf einen kurzen Blick über Valparaiso, laufen noch kurz durch die Altstadt und trinken gemütlich Kaffee auf der Plaza. Anschließend geht es die Küste in nördlicher Richtung entlang, wo sich schöne Strände und hässliche Hochhäuser abwechseln. In Reñaca, einem Badenachbarort von Viña, halten wir kurz auf einen Strandspaziergang an. Das Wetter trotzt heute der Wettervorhersage, die eigentlich Morgennebel und dichte Bewölkung vorgesehen hatte.
Ein paar Kilometer weiter in Concon suchen wir uns ein kleines Restaurant mit Meerblick und essen mal wieder richtig gute Mariscos auf der schattigen Terrasse. Daran kann man sich gewöhnen! Nach dem Mittagessen verlassen wir die Küste und machen noch einen Abstecher nach La Ligua, ins Strick-Paradies Chiles, wo Markus eine Picknickdecke ersteht. Die Auswahl ist riesig, aber ein Blick in unsere Portemonnaies vereinfacht die Entscheidung, da es keinen Geldautomaten hier in Valle Hermoso gibt. Mit nur einer handgefertigten Decke im Kofferraum kehren wir um, es ist schon später Nachmittag und am Abend wartet eine Einladung zum Essen bei der Familie meiner Spanischkurskollegin aus Montreal.

Blick über Valparaisos Hügel
Palacio Barburizza
Dachdekor
die Hundehütte von Luis Miguel
Markus auf der Plaza Sotomayor
Kulturzentrum im Bauhausstil
Hauptquartier der Marine
die Welle war wohl doch zu hoch
Strand von Reñaca
die Fotografin
Cochayuyo Algen in der Brandung
Essen im El Pico del Loro
Markus mit neuer Decke