Der Winter hat uns fest im Griff!

13.08.2007

Mittwoch abend regnete es plötzlich und die Temperatur fiel immer weiter. Schon am späten Abend lagen die Werte selbst bei uns nur noch bei knapp über Null. Als wir gerade ins Bett gehen wollten, geschah dann das Unerwartete: es begann zu schneien! Hier, in Chile, in der sonnenverwöhnten Zentralzone, auf 500müNN, sozusagen mitten in der Millionenmetropole Santiago! Schnee kennen wir sonst nur vom Blick auf die Anden, damit hat nun wirklich keiner gerechnet.
(Fotos: El Mercurio)

Wenn also jetzt noch jemand meint, in Südamerika gäbe es keinen vernünftigen Winter, der hat sich getäuscht. Wir übrigens auch!
Hier ein paar Eindrücke vom Morgen danach:
(Fotos: El Mercurio)

Unten rechts der völlig verschneite Cerro San Cristobal, der "Hausberg" mitten in der Stadt:
(Fotos: El Mercurio)

Aber es ging auch anders:
unter der Schneelast (!) zusammengebrochene Dächer und eine erfrorene Gemüse-Ernte in der Zentralzone:
(Fotos: El Mercurio)

Unser Autohaus mußte den Termin für die Inspektion absagen, da aufgrund des vielen Schnees die Fahrzeuge nicht mehr angenommen werden konnten. Markus Kollegen kamen später oder gar nicht zur Arbeit. Den Schulen wurde freigestellt, den Unterricht abzusagen. Die östlichen Stadtviertel konnten teilweise von den Bussen nicht mehr angefahren werden. In den Campamentos Santiagos stürzten teilweise die Dächer der notdürftig zusammengezimmerten Häuser ein, die das ungewohnte Gewicht nicht mehr tragen konnten.
Winterreifen? Sind hier weitgehend unbekannt.
Schneeketten? Kauft man nur zum Skifahren oder wenn man über den Pass nach Argentinien will.

Selbst unser armer Kaktus hatte an diesem Morgen ein Schneehäubchen (wenn auch schnell geschmolzen):
Diesem ungewohnten Mitbürger scheint es auch eher kühl zu sein:
(Fotos: El Mercurio)

Zu guter Letzt: Chile - ein Wintermärchen:
(Foto: El Mercurio)