Parque Yerba Loca II

12.10.2009

Nach zwei faulen Tagen am Wochenende nutzen wir den Feiertag am Montag zu einer ersten Wanderung mit Clara. Diesmal machen wir uns rechtzeitig auf den Weg zur Reserva Nacional Yerba Loca, damit wir nicht wieder der Strassensperre vor dem Skigebiet zum Opfer fallen.
Es klappt wie geplant und bald schon rollen wir die ausgefahrene Schlaglochpiste (willkommen in Chile, Clara!) zum Parkplatz. Wir sind noch etwas ungeübt und haben den Rucksack vergessen (dafür aber eine riesige Wickeltasche dabei), Clara nicht nochmal gestillt und in die Windel ist beim letzten Schlagloch sicher auch noch was gerutscht.

erste Schritte

Aber wir packen Clara in die Trage und wandern los, den kleinen Rundweg zum Aussichtspunkt "Los Águilas". Kaum schlagen wir uns durch das "Arboretum" (kleine Ansammlung mickriger ausländischer Bäume) fängt Clara an zu protestieren. Auch mit der Sonne ist es nicht so einfach... immer scheint sie genau in die Ritzen des Sonnenschutzes oder Clara streckt wieder eine Hand aus der Trage. Ein mexikanischer Sombrero wäre hier die Lösung, da würden wir locker beide drunter passen.

Brücke

Wir laufen tapfer weiter und Clara schläft aus Verzweiflung erst einmal ein, das ist wohl das geringere Übel. Nach bewunderter Aussicht führt der Pfad durch ein kleines Bachtal in Richtung Parkplatz zurück. Hier verliert Clara endgültig die Geduld und wir fast die Ruhe. Schnell suchen wir einen schattenspendenden Baum am Bach und Clara bekommt ihr Picknick. Danach schaffen wir es, sie noch einmal zum Einstieg in die Trage zu überreden und sind zehn Minuten später wieder am Auto.

Stillpause

Naja, immerhin sind wir eine gute Stunde inklusive Stilleinlage gewandert. Für grössere Touren müssen wir wohl nochmal üben und am Sonnenschutz feilen. Wir beschliessen vorerst, dass es zuhause auf dem Balkon ja eigentlich auch ganz schön ist. Auf dem Heimweg kaufen wir zur allseitigen Belohnung eine grosse Grillage und laden Freunde (ebenfalls mit Baby) zum gemeinsamen Fachsimpeln, Leid klagen und Fortschritte bewundern dazu ein. (Nach zwei Stunden ergreifen sie aber mit hungrig schreiendem Nachwuchs die Flucht).

und immer scheint die Sonne...

PS: Was uns später bei den Fotos auffiel war, dass ich immer die Hände voll hatte, entweder mit Claras Hintern oder dem zurechtzupfen ihrer Sonnenmarkise, und Markus daher nicht auf einem einzigen Bild zu sehen ist... wir üben also weiter.


Zurück zur Startseite